Per Anhalter durch die Galaxis

In Anlehnung an den Nancy-VELBLOGITY war das Ziel, am 25./26. Mai per Anhalter durch die Galaxis zu rauschen, allerdings wenn möglich ohne Handtuch über der Schulter.

Dass der Anschluss an die intergalaktische Schnellstrasse (sprich, einen der vielen Weltklassefahrer) nicht klappte, lag meist am falschen Moment und, hey, die Spitze ist einfach schneller…don’t panic und may the fourth be with you!

Das Bike-Weekend in Ötztal war die Gelegenheit um sich unauffällig in das MTBO-Word Ranking zu schmuggeln. Nur eine kurze, angenehm-erholsame Zugfahrt von drei Stunden trennten VELBOSSITY von Ruhm und wohlverdienter Ehre.

Der unerschrockene Recke von VELBOSSITY meldete sich also kurzerhand für den WRE-Event in den nördlichen Ausläufern der Ötztaler Alpen an, wohlbedacht und aufgrund seiner anthropologischen Ausbildung überzeugt, am Ende der zwei Tage keinesfalls so alt auszusehen wie weiland der unerschrockene Krieger, welchem das Gebirge den Namen gab. Im Zuge der Vorbereitung wurden vom internen Trainer-Staff von VELBOSSITY auch ganz klare Leistungsziele definiert: an keinem der beiden Läufe sollte der Teilnehmer von VELBOSSITY den letzten Rang erreichen und für das MTBO-Word Ranking sollten zusammen 1500 Punkte erstrampelt werden. Aufgrund der bisherigen Ranking-Ranglisten versuchte unser Hausmathematiker einen Schlüssel zu eruieren, mit welchem die Punkte errechnet werden konnten. Aufgrund dieses Berechnungsschlüssel wurde auch die obige Zielsetzung formuliert (zu den mathematischen Fähigkeiten des Hausmathematikers später noch mehr…).

Im Abenteuerpark der Area 47 wo sich vorab hormongesteuerte Junggesellen-Gruppen mit tribalen Adrenalin-Abenteur-Spielen vergnügten befand sich das WKZ des „Ävänämäntes“. Der legendären und äusserst sprachgewandten Speaker Wolfgang Pötsch („Im Schatten des grooossen Urs Tschaamper“) wurde nicht müde, der anwesenden handvoll Zuschauer die Wichtigkeit des Anlasses zu erklären und darauf hinzuweisen, dass wohl gegen 35 WM-Titel im schönen Gebiet unterwegs sein werden.

Das schöne Gebiet bot dann auch das, was es versprach. Die ganze Laufanlage erinnerte an ähnliche Läufe in Dänemark mit unzähligen wunderbaren, meist gut befahrbaren Trails und Passagen
im bewohnten Gebiet rund um den Ötztaler Bahnhof. Der erste Tag lief für VELBOSSITY doch recht befriedigend: erfreulich vor allem, dass der Kartenkontakt fast immer klappte. Dass der mehr oder weniger einzige grössere Fehler (2.5 Minuten) ausgerechnet dann unterlief, als der Juniorenweltmeister Ätschäi vorbei/entgegenrauschte, war natürlich ärgerlich, immerhin hätte man dann vielleicht einige wenige Posten profitieren können. Mit einem Rückstand von 12 Minuten gelang aber einer der besten Läufe seit langem und befriedigt wurden 1081 Punkte registriert….!

Hier gehts zu den Ranglisten am Samstag, zu den Zwischenzeiten am Samstag, zu WinSplits am Samstag, zu RouteGadget am Samstag und ein wenig kleinlaut zu den World-Ranking Punkten……(soviel zu den Berechungskünsten unseres Hausmathematikers…).

Am Sonntag gings für einen Sprint in das gleiche Gebiet. Eigentlich war die Laufanlage vergleichbar mit der Mitteldistanz vom Vortag (welche sich dementsprechend auch wie ein Sprint anfühlte). Bis Posten 4 lief alles glatt. Zu Posten 5 dann ein ärgerlicher Routenwahlfehler (wie immer: eigentlich gewusst, dass rechts herum besser wäre…): auch hier wieder im falschen Moment vom dahinter gestarteten Gegner überholt. Zu Posten 7 dann 1.5 Minuten Umweg und zu Posten 8 wieder Begegnung mit Juniorenweltmeister Ätschäi, (4 Minuten). Leider Abzweigung zu Posten 8 verpasst und schon war eine Lücke von 50 Metern da. Zu Posten 9 konnte diese Lücke gehalten werden. Beim Wenden allerdings wird die technische Unterlegenheit offensichtlich, danach Meter um Meter verloren, zu Posten 11 Chance verpasst durch bessere Routenwahl wieder (ein wenig) aufzuholen und vollends Anschlus verloren. Fazit: um bei einem Crack ein wenig länger mitzuhalten braucht es 1. unmittelbaren Feindkontakt (Windschatten), 2. möglichst flache Strecke und 3. keine technischen Schwierigkeiten.

Danach folgte auf Posten 13 noch der obligate grössere Fehler (3 Minuten, Posten passiert und vorbeigefahren…..!) und motivationsloses Ausfahren (gesamthaft 5 Minuten Fehler). Ausgerechnet wurden trotzdem sagenhafte 867 Punkte für das World-Ranking (na ja, hier die schonungslose Wahrheit) erreicht. Die unbefriedigende Zeit von 42:22 ist immerhin verdammt nahe am Thema und an der Antwort auf alle Fragen.

Hier gehts zu den Ranglisten am Sonntag, zu den Zwischenzeiten am Sonntag, zu WinSplits am Sonntag, und zu RouteGadget am Sonntag.

Gesamthaft wurden also (nur) 1183 Punkte erstrampelt, allerdings wurde das Ziel von 1500 Punkten gemäss eigener Berechnung (1948 Punkte) locker erreicht, Grund genug also, sich auf das Siegerfoto zu schmuggeln: