Schweizer Meisterschaft Lang, 14. Sept. 2019

Endlich wieder einmal ein Rennen in heimatlichen Gefilden! Der Formtest für die Masters gelang, unnötigerweise garniert mit einem Wermutstropfen…weder gerührt noch geschüttelt, sondern gestürzt!

Rund 3 Wochen vor den Masters im Erzgebirge zog es die Schweizer MTBO-Gemeinde ins Baselländische. Die Geländeauswahl des Zunzgerhards versprach einen äusserst physischen Lauf mit viel Steigung und Routenwahlen, allemal die perfekte Vorbereitung für die Langdistanz im ostdeutschen Rabenberg.

EINSCHUB BREAKING NEWS: Jahrelang hielt es treu zu VELBOSSITY, das Cannondale Lefty. Und jahrelang hielt VELBOSSITY dem Lefty die Treue. Doch einige systemimmanente Eigenheiten von Cannondale führten zum Bruch dieser erfolgsverwöhnten Koalition und VELBOSSITY wechselte die Marke des Vertrauens (dass dabei beim Umstieg auf das Mondraker Podium R Carbon ausschliesslich das Design oder gar der Name des Modells ausschlaggebend war, sei seitens der Autorenschaft zumindest nicht dementiert)! Doch so ein Wechsel kann nicht ohne im wahrsten Sinne des Wortes Ablösungsprobleme vor sich gehen: Um das „Podium“ auch wettkampftauglich zu machen, wurde es vom VELBOSSITY-Chefmechaniker von Gottes Gnaden auf Tubeless umgerüstet. Chefmechaniker oder Chefclown? Erst beim Einfahren wurde bemerkt, dass die Gegenschraube zum Schaltauge irgendwie vergessen/verloren ging und das Hinterrad bedenklich locker und unstabil im Rahmen umher eierte. Inwieweit diese Instabilität Einfluss auf die weitere Entwicklung des Tages hatte, ist unbekannt, sicherheitshalber wurde der fehlbare Mitarbeiter aber bis auf weiteres dispensiert. Trotz der heiklen Materialfrage beschloss der Fahrer von VELBOSSITY, den Wettkampf in Angriff zu nehmen und sein Bestes zu geben.

Ein Entschluss mit Folgen: ungefähr zwei Minuten nach dem Startpunkt wurde eine an und für sich harmlose Kurve VELBOSSITY zum Verhängnis (siehe auch unten auf der Karte). Das (instabile?) Hinterrad scherte aus und der hoffnungsvoll-übereifrige Seniorenläufer landete unsanft auf dem fiktiven Hosenboden und dem realen Ellenbogen (hier der Ellenbogen für den medizinisch abgebrühten Leser…). Ein kurzer Kontrollblick zeigte eine zwar bedenklich klaffende, aber keinesfalls zum Rennabbruch anlassgebende Wunde. Zweimal draufgespuckt und weiter drücken…!

Und das Rennen entwickelte sich in der Folge zur vollsten Zufriedenheit von VELBOSSITY (siehe unten oder hier die Karte, Route grün: VELBOSSITY, Route rot: Alternativrouten). Zu Posten 2 ist Alternativroute unter Umständen ein wenig schneller, zu Posten 3 wäre Umkehren die bessere Route (und vor allem vor dem Posten die Abzweigung nicht verpassen….1 Minute Verlust), zu Posten 4 wäre natürlich die Abkürzung über Bauernhof nach Posten schneller (45 Sekunden) und zu Posten 6 wären nochmal 20 Sekunden dringelegen (Vermeiden Steigung). In den Abfahrten machte sich das Flattern des Hinterrades doch ein wenig bemerkbar (Schiss….), zusätzlich konnten die zwei stärksten Gänge nicht eingelegt werden (vielleicht 1 Minute). Alles in allem wäre ohne Sturz (1-2 Minuten) und mit einer PERFEKTEN Fahrt eine Zeit knapp unter 70 Minunten dringelegen.

Der Entschluss, das Rennen zu Ende zu fahren, lohnte sich, konnte doch VELBOSSITY den ersten Meisterttiel in der Langdistanz nach Hause fahren. Bevor es aber endgültig nach Hause ging gabs noch einen Abstecher übers Kantonsspital Liestal und das Spital Zollikerberg, wo VELBOSSITY bis am Montag Abend an der Antibiotika-Infusion hing, bevor er mit einem fixierenden Gips entlassen wurde.

Bange Momente für den hoffnungsvollsten Exponenten des Klubs für MTBO-Enthusiasten: reicht die Rekonvaleszenzphase für die Teilnahme an den Masters 2019…..??!

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