3. Ostschweizer Bike-OL, Hörnliwald, 19.10. 2019

Höllefüür und heirassa…!

…de Pannetüüfel Hörnlimaa schnägglet mi jetzt zünftig aa!

Im Hörnliwald war eigentlich alles angerichtet zur Rückeroberung der Swiss-Cup Wertung 2019 bei den H50. Die Ausgangslage präsentierte sich durchaus spannend, ähnlich wie 2017 und mit VELBOSSITY in der Pole-Position: der besser klassierte Fahrer des Duos VELBOSSITY- Stefan „Pfischi“ Pfister würde den diesjährigen Cup für sich entscheiden (bei Punktegleichheit entscheidet der Schlusslauf).

„Pfischi, WTF is Pfischi“ denkt sich da manch einer aus dem Umfeld VELBOSSITY, doch man erinnere sich: just dieser zähe, nie aufgebende Altmeister der Bike-O-Szene wuchs am Rabenberg  förmlich über sich hinaus und eroberte endlich seine verdiente Silbermedaille an den Masters! Beileibe also keine leichte Aufgabe für den Schlusslauf, doch vielleicht ist leicht nicht leicht genug. Nicht leicht genug? Die Strecke wäre in ihrer Einfachheit eigentlich auf VELBOSSITY massgeschneidert gewesen, doch eben…vielleicht ist leicht nicht leicht genug!

Erst auf den unzähligen Höhenmetern, welche VELBOSSITY zwar rasant, aber stetig Richtung dritten Posten bergab rauschte, dämmerte es dem Protagonisten unseres Herzens langsam, dass die südliche Umfahrung wohl erfolgsversprechender gewesen wäre (Zeitverlust rund 1:15 min). Auch zu Posten 4 und 6 schlichen sich zwei Unsauberkeiten ein (rund 45 s). Zum Glück entschied sich aber auch der direkte Konkurrent um die Krone zum Posten 7 für eine fast kläglich zu nennende Route, so dass die beiden Konkurrenten zu diesem Zeitpunkt nur gerade 7 Sekunden trennten. Sozusagen „Duell-Reset“ nach 40 Minuten.

In der Folge profitierte aber der Erfahrenere der Konkurrenten von den kurzen, beinahe sprintmässigen Postenabfolgen bis zu Posten 12, während der Schönere hier nicht unerwartet seine Mühe bekundete, wie so oft zögerte und sich prompt einen Rückstand von knapp einer Minute einhandelte. Das Routenwahlproblem zu Posten 13 versprach aber viel und nochmals wollte der eigentlich dynamischere Fahrer von der Goldküste zum finalen Schlag ausholen doch: Vielleicht ist leicht nicht leicht genug. Chancen verbaut und völlig verrissen. Vielleicht ist leicht nicht leicht genug. Bei der Routenwahl wurde VELBOSSITY zum ersten Mal vom Oberteufel Hörnlimaa geritten: zwar wäre die rote Route geplant gewesen (siehe Karte), doch just beim schönen Schloss Herdern wurde auf die südliche, grüne Umfahrungsroute umgeschwenkt. Anstelle einer Minute Zeitgewinn erhöhte sich der Rückstand auf 1:10 min. Und zu allem Übel kam es noch schlimmer. Durch die vom Schlamm verschmutzte Karte wurde ein Wegstumpf bei Posten 13 als durchgehender Weg interpretiert. Nach 50 Metern stellte sich der Weg tatsächlich als Sackgasse heraus 615-544-1443 , durchsetzt mit allerlei Gehölz. Beim Umkehren verfing sich das Gehölz im Wechsel (Hörnlimaa bestraft sofort…) und der Fahrer und Chefmechaniker/Chefclown von Gottes Gnaden in Personalunion verbrachte rund 5 Minuten damit, den Wechsel vom hartnäckigen Gehölz zu befreien und die Kette wieder zu montieren. Und damit war das Ende der Fahnenstange oder der Fahrradkette erreicht!

Nichts desto trotz: weder braucht VELBOSSITY sentimental ob der verpassten Chance zu sein, semidental die Zähne zu knirschen oder gar sedimental den Schlamm zu verfluchen: „Pfischi“ war an diesem Tag einfach stärker und VELBOSSITY bleibt nur die Band Kuult mit ihrem Song Lichtjahre zu zitieren: Es tut so widerlich weh, dich glücklich zu sehen. Und ich weiß es ist scheiße, doch ich gönn dir das nicht. Und könntest du sehen wie es mir dabei geht, Du würdest verstehen, würdest alles verstehen. Vielleicht ist leicht nicht leicht genug. Vielleicht ist leicht nicht leicht genug. 😭

Hier gehts zur Rangliste, zum Analysetool und zur Schlussrangliste Swiss-Cup.

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